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Vom Rohöl zu Benzin und Diesel

Vom Rohöl zu Benzin und Diesel

Benzin- und Dieselkraftstoffe werden aufwendig aus Rohöl hergestellt. Rohöl besteht aus langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen. Diese werden durch thermische Trennverfahren in kürzere Verbindungen zerkleinert. Der Kraftstoff muss weiterhin entschwefelt und mit bestimmten Additiven vermischt werden, damit er im Verbrennungsmotor verwendet werden kann. Diesel und Benzin haben als chemische Energieträger eine hohe Energiedichte (Heizwert). Super Benzin 8,8kWh/l und Diesel sogar 9,7kWh/l. Betrachten wir die gesamte Produktionskette von der Förderung, Aufbereitung und Bereitstellung an der Tankstelle, können wir mit einen Well-to-Wheel Wirkungsgrad rechnen. Benzin hat einen Wirkungsgrad von 0,82 und Diesel 0,9. Diesel hat langkettigire Verbindungen als Benzin und muss nicht so aufwendig bearbeitet werden. Über diese Wirkungsgrade kann man den Energieeinsatz berechnen. Wenn man die Kraftstoffe in sein Fahrzeug betankt, sind bereits für Benzin 1,93kWh und für Diesel 1,07kWh pro Liter zusätzliche Energie verbraucht worden. Für einen Durchschnittsverbrauch von 7 Litern Benzin auf 100km macht das einen energetischen Aufwand von 13,5kWh. Würde man diese Energie verstromen in einem Ölkraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 45% verstromen, ständen 6kWh elekrischer Energie zur Verfügung. Ein Renault ZOE würde damit bereits 38km weit fahren können. Ein Benzinauto mit 7l/100km Verbrauch  benötigt eine Energiemenge von 74,4kWh/100km. Das ist aus energetischer Sicht mehr als absurd.

Es würde mehr Sinn machen das Rohöl in Ölkraftwerken zu verstromen und damit ein Elektrofahrzeug zu laden. Dieses benötigt nur die Hälfte an Primärenergie und reduziert den CO2-Ausstoß. Am besten ist jedoch der Betrieb eines Elektrofahrzeuges mit regenerativen Energiequellen die CO2 neutral sind.

Nebeneffekte von der Ölproduktion

Öl ist heute eines der wichtigsten Rohstoffe. Es wird für die Herstellung von Kraftstoffen und für Kunststoffen benötigt. Der Abbau erfolgt unter hohem Energieaufwand. Schließlich kommt das Öl nicht von alleine zur Oberfläche und fließt nicht durch die Pipelines. Fakt ist, für Öl werden Kriege geführt, feindliche Regierungen gestürtzt und ein gigantischer Raubbau an der Natur betrieben. Es kommt immer wieder zu Unfällen auf den Bohrinseln im Meer, havarierten Öltankern, illegalen  Verbrennen von Gasen während der Ölförderung. In den USA und Kanada wird aktuell Öl und Erdgas mittels Fracking gefördert. Hierbei werden Chemikalien unter hohem Druck tief ins Erdreich gepumpt und dabei das Grundwasser vergiftet und mit Erdgas angereichert.

Zusammengefasst fördert man, indem man ein Verbrennerfahrzeug fährt, Kriege, Umweltverschmutzung, CO2 Ausstoß und damit den Klimawandel. Die Energie, die für die Förderung, Verarbeitung und Bereitstellung benötigt wird, könnte ein Elektroauto bereits eine Menge Kilometer fahren. Weiterhin macht man sich Abhängig von einer Handvoll Konzerne und Staaten die den Markt mit strenger Hand beherrschen.

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